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Die Stiftung Urologische Forschung fördert Wissenschaft und Forschung in der Urologie

Wir arbeiten zusammen mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und dem Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPI) sowie mit der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Ulm, der Klinik für Urologie des Vivantes Klinikums Berlin,
der Klinik für Urologie der Medius-Klinik Ostfildern und der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Sana Klinikum Offenbach.

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SCHWERPUNKTE UNSERER FORSCHUNG

Molekulare Tumorforschung
Prostatakarzinom
Blasenkarzinom
Nierenkarzinom
Kinderurologie

Prof. Dr. med. Stefan A. Loening MD,

Im Gedenken an Prof. Dr. med. Stefan A. Loening

Prof. Dr. med. Stefan A. Loening MD, FACS

26. Mai 1939 – 08. Oktober 2021

Die Stiftung Urologische Forschung nimmt Abschied von Prof. Stefan Loening.
Prof. Loening war Ordinarius für Urologie und Direktor der Klinik für Urologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin von 1992 bis 2007.
Er rief die Stiftung Urologische Forschung ins Leben, die 1999 gegründet wurde, und deren Vorsitzender bis Oktober 2020 und danach Ehrenvorsitzender er war.

Stefan August Loening wurde als Sohn eines Arztes in Lingen (Ems) geboren.
Er absolvierte das Gymnasium Carolinum in Osnabrück und studierte Medizin an den Universitäten von Freiburg, Innsbruck und Wien. Das Staatsexamen folgte 1965 in Freiburg.
Seine ärztliche Ausbildung begann in Basel, Schweiz. Einer seiner Lehrer war Rudolf Nissen.
Die Ventnor Foundation lud ihn ein, für ein Jahr als Assistenzarzt in den USA zu arbeiten.
Dort heiratete er die Ärztin Vera Baucke, die ebenfalls über die Ventnor Foundation in den USA arbeitete.

Beide absolvierten ihre Facharztausbildung am Dartmouth Medical Center in Hannover, New Hampshire. Eine weitere Station war die Cleveland Clinic, Ohio, an der Stefan Loening eine Spezialausbildung in der Nierentransplantation abschloß. 1975 zog die Familie mit ihren drei Söhnen nach Iowa City, wo Stefan Loening an der Klinik für Urologie der University of Iowa Hospitals and Clinics tätig war. 1982 wurde er dort zum Professor ernannt. Schwerpunkte seiner Forschung lagen auf den Gebieten der urologischen Onkologie, der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie, der Nierentransplantation und der Behandlung des Prostatakarzinoms.

Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Öffnung der innerdeutschen Grenze nutzte er ein Forschungsjahr (Sabbatical) an der Klinik für Urologie und Nierentransplantation der Charité, um seine speziellen Forschungsarbeiten zur Brachytherapie des Prostatakarzinoms mit radioaktiven Isotopen in Deutschland fortzusetzen. Aus diesem für ein Jahr vorgesehenen Aufenthalt wurden 15 Jahre, von denen er zwei Jahre die Klinik kommissarisch und danach 13 Jahre als Ordinarius für Urologie und Klinikdirektor leitete.  Die damaligen Oberärzte der Klinik haben seine Kandidatur als Lehrstuhlinhaber und Direktor der Klinik für Urologie leidenschaftlich unterstützt und blieben künftig seine verantwortlichen Oberärzte. Bei Patienten, Studenten, Krankenschwestern und Klinikpersonal war er gleichermaßen beliebt und geachtet. Sein Auftreten war unprätentiös, sein angelsächsischer Humor versiegte nie.

Auf der Grundlage seiner Erfahrungen aus Amerika verfolgte Professor Loening einen neuartigen Leitungs-und Arbeitsstil, der die Eigenverantwortung seiner Mitarbeiter in den Vordergrund stellte
und ein Klima kollegialen Miteinanders auf den Stationen, im Operationssaal und in der
Forschungsabteilung schuf.

Er etablierte neue Behandlungsmethoden in der Charité-Urologie, insbesondere minimalinvasive
Operationen, wie laparoskopische und Roboter-assistierte Eingriffe mit dem da Vinci System in der Chirurgie des Nierenzell-, des Harnblasen- und des Prostatakarzinoms. Diese Operationstechnik wurde ständig weiterentwickelt und schließlich auch bei der Nierenlebendspende eingesetzt.

Unter der Leitung von Professor Loening gewann die Klinik internationales Ansehen. Urologen aus zahlreichen Ländern, wie den USA, skandinavischen Ländern, den Niederlanden, Belgien, Polen, Tschechien, Rußland, Ägypten, Syrien, der Türkei und Vietnam hospitierten in seiner Klinik.
Gleichermaßen hatten Ärzte seiner Einrichtung die Möglichkeit, über längere Zeit in den USA zu forschen.

Die Stiftung Urologische Forschung war sein großes Anliegen, für das er sich leidenschaftlich einsetzte, und auf das er auch nach seiner Emeritierung seine Energie konzentrierte. Zusätzlich zu
der Stiftung wurde 2008 das Berliner Forschungsinstitut für Urologie gegründet und die Möglichkeit geschaffen, in Zusammenarbeit mit der Charité für bisher 12 Stipendiaten für jeweils drei bis vier Jahre ein Stipendium zu finanzieren und sie zur Promotion zu führen. Außerdem wurden 2 Post-Doc-Stellen und zwei Gastwissenschaftler für mehrere Jahre unterstützt.
Noch während seiner Amtszeit als Klinikdirektor und Vorsitzender der Stiftung wurden die Hans-Schildbach-Stiftungsprofessur, gemeinsam mit dem Max-Delbrück-Centrum, und die Scholz-Stiftungsprofessor, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie und der Firma Karl Storz, eingerichtet.

Auch die gegenwärtigen Bemühungen um die Etablierung einer W2-Stiftungsprofessur für translationale Uroonkologie an der urologischen Klinik der Charité gehen auf die Initiative von Professor Loening zurück.

Für seine Verdienste auf dem Gebiet der Medizin wurde Stefan Loening 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie ehrte ihn im
Jahr 2015 mit dem Ritter-von-Frisch-Preis.

Wir werden unser Bestes tun, seinen Stiftungsgedanken in seinem Sinne fortzuführen und
mit Leben zu erfüllen.

Der Stiftungsvorstand

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Jahresbrief vom 01. November 2020

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