{"id":14060,"date":"2024-06-12T08:25:39","date_gmt":"2024-06-12T06:25:39","guid":{"rendered":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/?p=14060"},"modified":"2024-06-13T07:22:58","modified_gmt":"2024-06-13T05:22:58","slug":"interview-jr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/?p=14060","title":{"rendered":"Interview Prof. Dr. med. Jan Roigas"},"content":{"rendered":"<div id=\"cmsmasters_row_\" class=\"cmsmasters_row cmsmasters_color_scheme_default cmsmasters_row_top_default cmsmasters_row_bot_default cmsmasters_row_boxed\">\n<div class=\"cmsmasters_row_outer_parent\">\n<div class=\"cmsmasters_row_outer\">\n<div class=\"cmsmasters_row_inner\">\n<div class=\"cmsmasters_row_margin\">\n<div class=\"cmsmasters_column one_first\">\n<div id=\"cmsmasters_heading_cd81o54dzg\" class=\"cmsmasters_heading_wrap cmsmasters_heading_align_left\">\n\t<h2 class=\"cmsmasters_heading\">Interview mit Prof. Jan Roigas, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Urologische Forschung<\/h2>\n<\/div><div class=\"cmsmasters_text\">\n<h3><strong>Warum ben\u00f6tigen wir zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Forschung in der Urologie?\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><em>Das Interview f\u00fchrte: G\u00fcnther Krug, Mitglied im Beirat der Stiftung Urologische Forschung und Politiker der SPD in Berlin<\/em><\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Krug: Die Stiftung Urologische Forschung war f\u00fcr Sie immer ein wichtiger Impulsgeber. Was hat Sie motiviert, neben der Arbeit als Mediziner auch noch ehrenamtlich f\u00fcr die Stiftung als Vorsitzender t\u00e4tig zu sein?<\/strong><\/p>\n<p>Professor Roigas: Die Forschung in der Urologie ist eine ganz entscheidende Motivation! Ich selbst bin an der Charit\u00e9 \u201egro\u00df geworden\u201c. Wenn ich nicht die Hilfe und Unterst\u00fctzung durch meine damaligen Lehrer, Herrn Prof. Loening und Herrn Prof. Schnorr, gehabt h\u00e4tte, dann w\u00e4re meine akademische Laufbahn so nicht m\u00f6glich gewesen! Ich konnte nach der Wende ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erlangen und Prof. Loening hat durch seine Verbindungen in die USA daf\u00fcr gesorgt, dass ich dort meine wissenschaftlichen Forschungen an den Universit\u00e4ten von Iowa City (Iowa) und Albuquerque (New Mexico) durchf\u00fchren konnte. Solche M\u00f6glichkeiten gilt es auch heute zu unterst\u00fctzen. Daf\u00fcr kann die Stiftung Urologische Forschung behilflich sein!<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Krug: Wie wird Fortschritt in der praxisorientierten Forschung und in der Grundlagenforschung<\/strong><br \/>\n<strong>durch die Stiftung unterst\u00fctzt?<\/strong><\/p>\n<p>Professor Roigas: Die Stiftung unterst\u00fctzt translationale Forschung! Die Projekte, die wir f\u00f6rdern sind weitestgehend an Untersuchungen von Patientengewebe gebunden. Das molekulare Verst\u00e4ndnis urologischer Erkrankungen soll hierbei direkt \u201eam Patienten\u201c erforscht werden. Dies erm\u00f6glicht den \u201efrom bench to bedside\u201c-\u00dcbergang, also die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem Labor direkt am Patienten zur Behandlung von urologischen Erkrankungen. Dies bedeutet auch der Begriff \u201etranslational\u201c.<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Krug: Nennen Sie bitte Beispiele f\u00fcr Ihre Projekte und Vorhaben.<\/strong><\/p>\n<p>Professor Roigas: Wir f\u00f6rdern derzeit mehrere Projekte, u.a. die Etablierung der Arbeitsgemeinschaft \u201eOrganoide\u201c der jungen Wissenschaftlerin Annika Fendler. Durch eine gro\u00dfz\u00fcgige Spende der Eheleute Schildbach wurde es m\u00f6glich, dieses Forschungsvorhaben gemeinsam mit der Charit\u00e9 umzusetzen und eine Forschungsgruppe aufzubauen. Daneben f\u00f6rdern wir Promotionsstipendien, die es jungen Wissenschaftlern erm\u00f6glichen sollen, ihre Promotionsvorhaben erfolgreich durchzuf\u00fchren, ihre experimentellen Ergebnisse durch Publikationen der wissenschaftlichen \u201eCommunity\u201c zug\u00e4nglich zu machen und damit ihren Weg in Wissenschaft und Forschung in der Urologie zu gehen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdern wir auch sogenannte Stiftungsprofessuren. Hier werden national und international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterst\u00fctzt, um ihre akademische Laufbahn erfolgreich weiterzuentwickeln. Ein aktuelles Beispiel daf\u00fcr ist die Stiftungsprofessur \u201etranslationale Uroonkologie\u201c f\u00fcr Frau Professor Maria De Santis. Sie genie\u00dft bereits eine hohe internationale Anerkennung im Bereich der Behandlung urologischer Krebserkrankungen, die sie durch die Professur weiter ausbauen und entwickeln wird.<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Krug: Forschung und Lehre zu verbinden ist doch ein staatliches Anliegen. Kann dabei die Stiftung Urologische Forschung von Nutzen sein?<\/strong><\/p>\n<p>Professor Roigas: Es ist nicht einfach, Unterst\u00fctzung f\u00fcr wissenschaftliche Forschung durch staatliche Hilfe zu erlangen, denn die finanziellen Ressourcen sind knapp! Umso mehr ist es wichtig, dass private Spender und F\u00f6rderer die wissenschaftliche Forschung unterst\u00fctzen! In den USA ist dies allt\u00e4glich, ganze Forschungsinstitute und -bereiche sind durch private Spenden entstanden! Die Institute tragen den Namen der Spender! Das ist auch gut so! Hier in Deutschland steht die Bereitschaft, die wissenschaftliche Forschung auf privater Basis zu unterst\u00fctzen noch sehr am Anfang. Die direkte Identifikation der Spender mit dem zu f\u00f6rdernden Vorhaben ist sicher ein ganz entscheidender Baustein! Wenn ich spende, dann m\u00f6chte ich ganz genau wissen wof\u00fcr! Kommt meine Spende auch \u201erichtig an\u201c?<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Krug: Und wie finanziert die Stiftung die laufenden Vorhaben?<\/strong><\/p>\n<p>Professor Roigas: Nat\u00fcrlich sind auch wir auf die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit von Spenderinnen und Spendern angewiesen! Bisher hatten wir das Gl\u00fcck, durch die Zuwendungen von privaten Spenderinnen und Spendern eine Vielzahl von Projekten f\u00f6rdern zu k\u00f6nnen. Dabei sind wir sehr authentisch! Es ist ganz klar und nachvollziehbar, wof\u00fcr die Spenden dann verausgabt werden. Es hilft einerseits jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihren Weg zu gehen. Aber andererseits kommt es am Ende auch den Patientinnen und Patienten zugute. Denn nur durch intensive, patientenorientierte Forschung lassen sich Fortschritte in der Behandlung urologischer Erkrankungen erzielen.<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Krug: Tue Gutes und rede dar\u00fcber? Sagen Sie deutlich genug, das Ihre Arbeit in der urologischen Forschung auf die Unterst\u00fctzung durch private Spender angewiesen ist?<\/strong><\/p>\n<p>Professor Roigas: Sie sprechen einen ganz entscheidenden Punkt an. \u201eFundraising\u201c ist das Stichwort! Wir m\u00fcssen mehr an die \u00d6ffentlichkeit treten! Urologische Krebserkrankungen nehmen knapp ein Viertel aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland ein. Der Bedarf ist an F\u00f6rderung riesig! Aber auch kleinere Projekte, wie die Nierentransplantation im Kindesalter, das ist eine verschwindend kleine, aber sehr bed\u00fcrftige Patientengruppe, verdienen eine intensive F\u00f6rderung! Es gibt also viel zu tun! Aber wir haben bereits Vorhaben, um diese Ziele der F\u00f6rderung weiter umzusetzen.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":14038,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-14060","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14060"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14060\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14220,"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14060\/revisions\/14220"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/14038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/stiftung-urologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}